Das Architekturzentrum Wien und seine Ausstellungen

Stadtleben | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Das Az W wurde 1993 im damals noch maroden Messepalast, dem heutigen MQ, gegründet. Gründungsdirektor Dietmar Steiner leitete das Az W 23 Jahre lang und entwickelte es in dieser Zeit zur international beachteten Institution. Neben wechselnden Ausstellungen und dem jährlichen Az-W-Kongress gibt es ein umfangreiches Veranstaltungs-und Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Hinzu kommt die sogenannte a_schau. Die Dauerausstellung stellt die österreichische Baugeschichte von 1850 bis in die Gegenwart dar. Die bislang meistbesuchte Ausstellung war "Wien. Die Perle des Reiches. Planen für Hitler" im Jahr 2015.

Am 1. Jänner 2017 übernahm die neue Direktorin Angelika Fitz die Leitung. Die nächste Ausstellung widmet sich dem Londoner Architektenkollektiv "Assemble". Gezeigt werden Partizipationsprozesse und urbane Interventionen im öffentlichen Raum in London (Eröffnung am 31. Mai).

Im Sommer übersiedelt das Az W auf das Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs, wo die Ausstellung "Care und Repair" gezeigt wird. In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und sechs internationalen Architekturteams sollen Prototypen für die Stadt der Zukunft entwickelt werden (Eröffnung 20. Juni). In der Herbstausstellung "Form folgt Paragraph" widmet sich das Az W der Frage, wie sich Baurecht und Normen auf die Architektur auswirken und wie die Stadt ohne Paragraphendschungel aussehen würde (Eröffnung am 22. November).


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