Warum unsere Uni Populisten ängstigt

Der Versuch, die Central European University zu schließen, bestätigt die Daseinsberechtigung der Universität

KOMMENTAR: FLORIAN BIEBER | Falter & Meinung | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Am Montag vergangener Woche hat Ungarns Präsident Janos Ader eine Änderung des Hochschulgesetzes unterzeichnet. In Zukunft werden ausländische Universitäten in Ungarn nur anerkannt, wenn sie auch in ihrem Heimatland einen Hochschulbetrieb unterhalten. Die Novelle ist ein zielgerichteter Angriff auf die Central European University (CEU) in Budapest. Aber Vertreibung ist für die CEU nichts Neues.

Nur fünf Jahre nach ihrer Gründung mit drei Standorten in Warschau, Prag und Budapest musste sie 1996 die Tschechische Republik verlassen. Der damalige tschechische Ministerpräsident Vaclav Klaus verbannte die Universität aus Prag. Was damals mehr wie ein persönlicher Konflikt zwischen Klaus und dem Milliardär und Universitätsgründer George Soros wirkte, zeichnete eine Entwicklung vor.

Klaus sollte sich zu einem euroskeptischen, rechtsnationalen Politiker wandeln, der heute sowohl die Politik der FPÖ als auch Viktor Orbáns lobt. Damals war die Universität noch in Ungarn willkommen.

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