"Das ist Palmers völlig unwürdig"

Mark Glassner fotografierte 1997 das legendäre, elegante Strümpfeplakat für Palmers. Was denkt er über das daran angelehnte, letzte Woche von Palmers veröffentlichte, heftig umstrittene "Osterhöschen"-Sujet?

MEDIEN | aus FALTER 17/17 vom 26.04.2017


Sechs Frauen auf einem alten Teppich in einer verlassenen Villa, nackt bis auf bunte Spitzenpanties: Mit diesem Foto warb der Unterwäschekonzern Palmers letzte Woche auf Facebook für seine „Osterhöschen“. Die Aufregung war groß. Die Mädchen seien zu jung, das Setting erinnere an Frauenhandel. Schon einmal machte Palmers mit einem Foto, das Frauen fast nackt am Boden liegend zeigte, Schlagzeilen. Das Plakat, das 1997 für Strümpfe warb, wurde zum Klassiker. Was unterscheidet gute von schlechter Unterwäschewerbung? Wie fotografiert man fast nackte Frauen feministisch korrekt? Der Falter traf den Fotografen Mark Glassner, der das legendäre Strümpfeplakat damals fotografierte.

Falter: Herr Glassner, das „Osterhöschen“-Bild haben viele als Zitat Ihres berühmten Strumpfplakates aus dem Jahr 1997 für Palmers interpretiert. Aber ist es das?

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