Theater Kritiken

Und stets konversiert die Frau Zuckerkandl

THERESA GINDLSTRASSER | LEXIKON : THEATER | aus FALTER 17/17 vom 26.04.2017

Schnitzler, Hofmannsthal, Klimt, Mahler, Freud: Helmut Korherr lässt die Helden des Fin de Siècle in "Salon Zuckerkandl -1938 geschlossen" als Erinnerung auftreten. Ulli Fessl spielt mit leichtfüßiger Grandezza Berta Zuckerkandl, jüdische Autorin, Journalistin und Salonnière. 1938, auf dem Sprung zur Flucht nach Paris, führt sie höflich Konversation mit exquisit gekleideten Figuren (R. Kollmer, K. Hexmann, R. Steiner). Ins Gespräch kommen in Rückblenden auch der gute Gugelhupf in Wien, des Kaisers Beziehung zu Katharina Schratt und Karl Kraus, der alles kommentiert. Leider nimmt das statische Bühnengeschehen in Kurt Ockermüllers Inszenierung den melancholisch-turbulenten Anekdoten den Schwung.

KiP -Kunst im Prückel, Fr, Mi, Do 19.30


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