Pop Festival Tipp

Das Fluc wird 15 und feiert fünf Tage durch

LEXIKON : MUSIK | aus FALTER 17/17 vom 26.04.2017

Am 1. Mai macht das Fluc am Praterstern traditionell ein Fass auf. Was allerdings nicht nur mit dem Tag der Arbeit, sondern auch mit dem Geburtstag des Lokals zu tun hat. Das Fluc mitsamt der Fluc Wanne ist freilich erst im Laufe der Jahre entstanden; was heute eine wichtige Institution der Wiener Clubwelt darstellt - für ihr Konzert-und ihr Partyprogramm gleichermaßen bekannt -, war am 1. Mai 2002 noch ein improvisierter Kunstraum im ehemaligen Plattengeschäft Carola des damaligen Bahnhofs Wien Nord. Wer Genaueres über die Geschichte und die bei Musik und Party keineswegs endende Idee des Lokals wissen möchte: Im Falter Verlag ist 2014 das Buch "Tanz die Utopie! Urbaner Aktivismus als gelebtes Experiment in der Wiener Kunst-, Musikund Clubszene" erschienen.

Wer die Praxis bevorzugt: Die Party am 1. Mai bildet heuer nur den Abschluss eines fünftägigen Geburtstags-Festivals, das am 27. April beginnt. Die fünf Festtage sind stilistisch unterschiedlich ausgerichtet, es gibt jeweils drei Konzerte plus DJs, und der Eintritt beträgt nur fünf Euro pro Abend. "Ein Tribute an unsere eigene Geschichte als Open Space", erklären die Veranstalter. Los geht es am 27. April postpunkig, unter anderem mit den großartigen Altspatzen Westblock sowie Bruch, der die Fackel erfolgreich weiterträgt.

Am Freitag lautet das Motto dann "Gröberer Stoff in unterschiedlicher Form", etwa mit der Mundartpunk-Rabiatperle Franz Fuexe aus dem Mostviertel und Lärmpop von Repetitor aus Zagreb. Artsy und filigran tönt der Samstag mit Infinite Pal, Hearts Hearts und Taris, am Sonntag gibt es Hip-Hop mit Femme DMC sowie bunten Queerpop von Pop:sch, und zum Abschluss am Montag um 16 Uhr Kinderlieder von Matthäus Bär und abends ab 20 Uhr die Wiener Clash-Coverband Clashinistas sowie Tini Trampler &Playbackdolls. GS Fluc, 27.4. bis 1.5., www.fluc.at


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