Kommentar Korruption

Blendgranaten, die die Öffentlichkeit im Fall Grasser kennen muss


FLORIAN KLENK
MEINUNG | aus FALTER 17/17 vom 26.04.2017

Es ist also so weit, die Anklage gegen Karl-Heinz Grasser ist rechtskräftig. Das Oberlandesgericht hat zwar einen kleinen Teil der Anklageschrift zurückgeschmissen, der zentrale Vorwurf gegen den ehemaligen FPÖ-Finanzminister und späteren Beinahe-ÖVP-Obmann wird aber nun vor einem Schöffengericht geklärt: Hat sich Grasser mit zehn Millionen Euro bestechen lassen, als er die 60.000 Bundeswohnungen der Buwog privatisierte? Und wenn ja, hat er die Beute mit seinen Lobbyisten geteilt? Grasser und 16 weiteren Beschuldigten macht die Justiz wegen dieses Vorwurfs und eines Bauprojekts in Linz den Prozess, es wird ein jahrelanges Megaverfahren.

Grasser hat sich bisher eine sehr simple Verteidigungsstrategie zurechtgelegt. Er wähnt sich als Opfer einer politischen Justiz, die ihn, den Erfolgreichen, zermürben wolle.

Er wähnt sich auch als Opfer von wildgewordenen Polizisten und Staatsanwälten, die Akten Medien zuspielen, um ihn öffentlich zu diskreditieren.

Weiters inszeniert er sich als

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