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Ein Schelm blickt zurück auf sein Leben in Belgrad

SF | LEXIKON : THEATER : LITERATUR | aus FALTER 17/17 vom 26.04.2017

Der 1932 geborene serbische Romancier und Essayist Bora Ćosić zählt zu den großen europäischen Autoren unserer Zeit. Bis Anfang der 1990er-Jahre lebte er in Belgrad, ehe er die Stadt aus Protest gegen das Milošević-Regime und den Nationalismus seiner Landsleute verließ. Seither teilt er seine Zeit zwischen Berlin und Rovinj auf. In seinem autobiografischen Buch "Konsul in Belgrad" blickt er noch einmal auf seine Zeit in der Stadt zurück - nachdenklich, aber nicht sentimental, eher schelmisch. Er erzählt von der deutschen Besatzung, dem Sozialismus unter Tito und vom Leben als Bohemien inmitten eines faszinierenden intellektuellen Biotops. Als Dolmetscherin bei der Lesung fungiert Jelena Dabic, die deutschen Textabschnitte liest Robert Reinagl (Burgtheater). Cornelius Hell führt durch den Abend und spricht mit Bora Ćosić. Hauptbücherei, Fr 19.00


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