Ein Rotschwanz saß auf dem Möbelhaus

Wir wandern vom Balkan durch die Steiermark nach Böhmen und gehen zum Fliederfladern auf den Friedhof*


SPAZIERGANG & FOTOS: KLAUS NÜCHTERN
STADTLEBEN | aus FALTER 17/17 vom 26.04.2017

April ist der grausamste Monat. Er treibt /Flieder aus toter Erde", beschert der Dichter dem Monat, der Erinnern und Begehren mischt, eine schlechte Nachred' zugunsten des Winters, der uns mit seinem vergesslichen Schnee warm gehalten hätte. Solche Jahreszeitkritik, wie sie T.S. Eliot in seinem berühmten Poem "The Waste Land" artikulierte, kann man im April 2017, in dem uns der zurückgekehrte Winter die Apfel-und Marillenernte wegfrostet, getrost vergessen. Dem Flieder immerhin kann er nicht mehr ernsthaft was anhaben, den Flieder nehmen wir mit Handkuss, weswegen wir auch zum Schutzheiligen des 1. Mai aufbrechen: Sankt Marx.

Dies tun wir am Rennweg, wo bekanntlich der Balkan beginnt, aber nicht nur der, sondern auch der Orient. Im Botanischen Garten hat es, wie der Name schon sagt, ziemlich viel Botanik, darunter auch ein Bambusbeet, das breit und dicht genug ist, um mutigen Menschen, die sich in den Stangenwald wagen, die Gelegenheit zu verschaffen, die entsprechende Kampfszene aus

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