Theater Kritiken

Tschechowsch gemeint ist lang nicht Tschechow

MARTIN LHOTZKY | LEXIKON : THEATER | aus FALTER 17/17 vom 26.04.2017

Im Jahre 1900 trafen einander Maxim Gorki, der spätere Literaturnobelpreisträger Iwan Bunin und Anton Tschechow in Tschechows Villa auf der Krim. Dazu stieß das Ensemble des Moskauer Künstlertheaters, darunter dessen Mitbegründer Stanislawski und Olga Knipper, Tschechows baldige Ehefrau. Nach einer Woche reiste die Truppe wieder ab, in den Händen Tschechows neuestes Werk, die "Drei Schwestern". Alles wirklich passiert. Die ansonsten hinlänglich unbekannten John Driver und Jeffrey Haddow schrieben um 1981 darüber eine, wie sie meinten, Komödie im Stile Tschechows, also eher vorgeblich tiefgründig als unterhaltsam. Rüdiger Hentzschel hat nun "Tschechow in Jalta" für das Theater zum Fürchten als österreichische Erstaufführung ausgegraben. Die Schauspieler sind exzellent, das Stück aber kann nicht ganz mithalten.

Scala, Fr, Sa, Di-Do 19.45

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FALTER 46/18

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