Die Sprengung des Rahmens

Zum 18. Mal findet das Wienerlied-Festival wean hean statt. Die Eröffnung bot großartige Musik in einer ungeeigneten Umgebung


REPORTAGE: STEFANIE PANZENBÖCK

FEUILLETON, FALTER 17/17 vom 26.04.2017

Es war kalt und windig am Eröffnungsabend des Wienerlied-Festivals wean hean. Im Hof 2 des Alten AKH, Teil des Uni-Campus, sammelten sich die Gäste. Sollen sie nach rechts oder links? Im Hörsaal A würde zuerst das attensam quartett spielen, rechts, im Hörsaal C1, fand die offizielle Eröffnung mit dem Ensemble Die Ohrreichen Üben statt, einer siebenköpfigen Blasmusikkapelle mit Schlagzeug, die extra für die Eröffnung gegründet wurde.

So gut das Händchen des Veranstalters, des Wiener Volksliedwerks, bei der Auswahl der Musikerinnen und Musiker war -neben den Ohrreichen Üben und dem attensam quartett waren Martin Spengler & die foischn Wiener, Die Strottern & Peter Ahorner sowie das Duo Catch-Pop String-Strong zu hören -, so unglücklich war es bezüglich der Auftrittsorte: der C1, ein flairloser, viel zu großer Neubau mit viel zu grellem Licht, der Hörsaal A, ein viel zu kleiner Raum, mit viel zu engen weißen Bänken. In beiden schien der Lernschweiß noch in der Luft zu hängen;

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