Kolumne Außenpolitik

Venezuela und das verkommene Erbe des linken Helden Chávez

FRANZ KÖSSLER | MEINUNG | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Die Staatskrise Venezuelas kann man unterschiedlich lesen, je nach politischer Sympathie: als ein weiteres Beispiel für den Bankrott der staatssozialistischen Wirtschaftspolitik oder als einen weiteren Dominostein der neoliberalen Gegenrevolution, die schon die linken Regierungen Brasiliens und Argentiniens überrollt hat. Oder als Folge des gefallenen Preises des Erdöls, von dem Venezuela total abhängig ist.

Seit Wochen kommen aus dem Land Nachrichten wie aus einem Entwicklungsland vor der Katastrophe. Das Versorgungssystem ist zusammengebrochen, Grundnahrungsmittel und wesentliche Medikamente sind kaum noch zu bekommen, die Kriminalität ist außer Kontrolle. Eine Protestwelle erschüttert das Land, Dutzende Menschen sind dabei erschossen worden.

Aber Venezuela ist kein Entwicklungsland. Im Gegenteil: Es ist potenziell eines der reichsten und europäischsten Länder Lateinamerikas, mit einer hochgebildeten Bevölkerung, einer der urbansten des Kontinents. Es besitzt die größten Ölreserven

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