Das grüne Schlammcatchen am Heumarkt: die Kampfmannschaft

Sie haben den Überblick im Kleinkrieg der Wiener Grünen rund um das Hochhausprojekt am Heumarkt verloren? Der Falter stellt die wichtigsten Akteure und ihre Motive dar

ÜBERBLICK: NINA HORACZEK, BARBARA TÓTH | POLITIK | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017


Illustration: PM Hoffmann

Fundis gegen Realos? Basis gegen Parteispitze? Romantische Oppositionelle gegen pragmatische Regierer? Innenstadt gegen Randbezirke? Wenn der grüne Krieg in Wien doch so einfach wäre und nur einen Frontverlauf hätte. So ist es aber nicht. Denn beim Streit um das geplante Hochhaus neben dem Eislaufverein am Heumarkt in Wien-Landstraße geht es um viel mehr.

Verhandelt werden grüne Grundsatzfragen, etwa wie viel Mitsprache ein Investor bei der Stadtplanung bekommen soll und ob man bereit ist, Luxuswohnungen in Kauf zu nehmen, damit Güter õffentlichen Interesses, wie ein Eislaufplatz und ein Turnsaal, bestehen oder gebaut werden (siehe dazu Fragen und Antworten auf Seite 12).

Es geht aber vor allem um persõnliche Interessen und Befindlichkeiten, um mediale Selbstprofilierung, um Ångste vor Mandatsverlust, und um die Begleichung alter Rechnungen. Deswegen ist der „Grüne Irrsinn“ (Presse) keine rein Wiener Angelegenheit, sondern es mischen auch Nationalratsabgeordnete mit. Über all dem schwebt die Frage, wer Maria Vassilakou, seit 2004 an der Spitze der Wiener Grünen, als Spitzenkandidatin und/oder Parteichefin für die nåchste Gemeinderatswahl in Wien nachfolgen kõnnte.

  1554 Wörter       8 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige