Zeit am Schirm

TV-Kolumne


BIRGIT WITTSTOCK
MEDIEN | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Nun ist es endgültig vorbei mit Girls. Der Abschied fällt schwer (siehe auch Kolumne von Doris Knecht auf Seite 54) - wie das bei guten Serien eben so ist. Es fühlt sich fast so an, als würden liebe Freunde auf einmal auf eine einsame Insel ans andere Ende der Welt ziehen. Für immer.

Als die Serie 2012 das erste Mal vom US-amerikanischen Sender HBO ausgestrahlt wurde, galt sie als ziemlich revolutionär und feministisch: vier junge Frauen, die in New York tun und lassen, wonach ihnen gerade der Sinn steht, permanent auf der Suche nach sich selbst. In sechs Staffeln wurde viel gevögelt und gefeiert, Machtpositionen von Männern ebenso zerlegt wie Verhaltensmechanismen, denen Frauen gerne aufsitzen. Es ging um Freundschaft, Liebe, Erwartungshaltungen und vor allem um Mut zur Peinlichkeit. Den hat Lena Dunham, Produzentin, Drehbuchautorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin in einem, nicht nur mit überproportional viel Nacktheit bewiesen, sondern auch indem sie ihr Alter Ego Hannah Horvath Dinge sagen ließ wie: "I think that I may be the voice of my generation". F


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