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Die Angriffe auf Armin Wolf und ihr Hintergrund


FK
MEDIEN | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Das war eine harte Woche für Armin Wolf. Der Anchorman spürte, was passiert, wenn sich ein gekränkter Landesfürst im Ruhestand über ein "ZiB 2"-Interview ärgert. "Das kommt ohnehin noch zum Chef", drohte Pröll live auf Sendung, weil Wolf ihn immer wieder zur Erwin-Pröll-Privatstiftung fragte und beharrlich wissen wollte, was der Fürst mit dem der Stiftung zugewendeten Steuergeld eigentlich tat (die Antwort: nichts).

Pröll startete den Angriff selbst, in einem Interview mit News. Wolf, so beklagte Pröll, betreibe gelenkten Anklagejournalismus. Kurz darauf meldete sich Thomas Prantner im Profil zu Wort. Der Direktor für Online kritisierte "Verhörmethoden", nannte Wolf allerdings auch nicht beim Namen. Ähnlich agierte schon zuvor der scheidende ORF-Salzburg-Landesdirektor Roland Brunhofer: "Es kann nicht sein, dass wir frühmorgens mit einer Politikerverarschung beginnen und spätabends in einem politischen Verhör enden", sagte der SPÖ-Mann, der für den hohen ORF-Posten eines Channel-Managers im Gespräch ist. Die Attacken auf Wolf haben einen ernsten Hintergrund. Die ORF-Information soll durch eine Strukturreform an die kurze Leine genommen werden. Nach internen Protesten stellte sich ORF-Chef Wrabetz auf die Seite Wolfs (siehe auch Seite 5).


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