Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang (5)

Holzer am Markt: der Hannovermarkt

ESSEN TRINKEN STADTLEBEN | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Es muss grundsätzlich nicht immer schlecht sein, wenn ein Markt ein paar Mal übersiedelt. Das widerfuhr dem Naschmarkt im Lauf seiner Geschichte schon etliche Male. Der Hannovermarkt startete Mitte des 19. Jahrhunderts vor der Brigitta-Kirche, übersiedelte dann auf einen Platz im benachbarten Block und 1913 an seinen heutigen Platz. 1965 wurde er im damaligen Stil komplett neu errichtet, 2003 um ein Drittel verkleinert und saniert.

Und hat es ihm geschadet? Eigentlich nicht. Der Hannovermarkt ist ein Geheimtipp-Markt, hier kommen fast nur die Leute aus der unmittelbaren Umgebung her, erklärt der Verkäufer im Fischgeschäft Bahar Fisch, "aber auch aus Stadlau und Gänserndorf". Der Markt ist sauber, die Verkäufer sind großteils freundlich, Leerstände kaum festzustellen.

Was schon auffällt: Der Hannovermarkt ist türkisch. Sehr viel türkischer als noch vor ein paar Jahren, da war er noch türkisch-russisch-serbisch, jetzt dominiert hier ganz eindeutig eine einzige Gattung Marktstand,

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