Wie Donald Trump die "Hillbillies" gewann

Autobiografische Proletarierstudien sind in Mode: J.D. Vance zieht politische Lehren aus seiner zerrütt eten Jugend im US-Rust-Belt


REZENSION: ANNA GOLDENBERG
POLITISCHES BUCH | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Eine behütete Kindheit sieht anders aus. J. D. Vance, 1984 in der sterbenden Stahlstadt Middletown in Ohio geboren, wird als Kleinkind vom leiblichen Vater zur Adoption freigegeben. Nach der Trennung vom Stiefvater rutscht die Mutter in die Drogenabhängigkeit; während sie in der Entzugsklinik ist, kümmert sich seine Schwester, selbst noch ein Teenager, um ihn. Ein besonders arger Streit mit seiner Mutter endet damit, dass der Bub die Polizei ruft. Bei der anschließenden Gerichtsverhandlung aber lügt er, um nicht zu einer Pflegefamilie zu kommen. Viermal wechselt er in den nächsten zwei Jahren das Zuhause; Stabilität kehrt erst ein, als er zu seiner Großmutter zieht, die mit 14 Jahren aus dem östlichen Kentucky nach Ohio kam und ihre "Hillbilly"-Wurzeln, wie Menschen aus der armen Bergbauregion genannt werden, stets bewahrte. Fluchend, gewaltbereit, aber im Herzen großzügig und loyal ihrer Familie gegenüber, verdankt es Vance seiner "Mamaw", nicht auf die schiefe Bahn gekommen

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