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IT-Kolumne


ANNA GOLDENBERG
MEDIEN | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Wie jetzt, Donald Trump ist eine Frau? Seit wann grinst die Nachbarin eigentlich zähnefletschend auf Fotos? Und ist der alte Bekannte tatsächlich so schnell gealtert? Seit einigen Wochen fluten seltsame Fotos sämtliche soziale Online-Kanäle. Die Porträts wurden über die Anwendung FaceApp hochgeladen (verfügbar für iOS und Android). Die virale App aus Russland verändert Gesichter: älter, jünger, als Frau oder Mann, lächelnd oder attraktiver, wobei letztere Option als rassistisch verurteilt wurde, weil sie die Haut aufhellt und Augen vergrößert.

Der Gag ist nicht neu. Auf Snapchat verfremden wechselnde Filter schon lange das Gesicht, Instagram lässt den User virtuelle Brillen und Hüte aufsetzen, Apps wie FaceSwap ersetzen die eigenen Gesichtszüge durch jene von Freunden oder Promis. Warum ist das so beliebt? Vielleicht weil, wie Studien zeigen, ein Großteil von Frauen und eine wachsende Anzahl von Männern mit ihrem Aussehen unzufrieden sind -und die, die sich schön finden, nun ein Foto posten können, ohne selbstverliebt zu scheinen.


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