Kommentar Islamfeindlichkeit

Was Van der Bellen wirklich sagen wollte, war wichtig

MEINUNG, FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Alexander Van der Bellens "Kopftuch-Sager" war ein Fehler. "Wenn das so weitergeht (...) bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen, alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun", schwurbelte er bei einer Diskussionsveranstaltung mit Jugendlichen vor sich hin. "Das ist nicht so weit hergeholt. Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Dänen während der deutschen Besatzung doch etwas Ähnliches getan und nicht-jüdische Dänen haben angefangen, den Davidstern zu tragen."

Er erinnerte sich leider nicht nur falsch. Die Dänen schützten Juden länger vor den Nazis als anderen Nationen. Dass sie sich auch durch das Tragen eines Davidsterns mit ihnen solidarisierten, ist eine Legende.

Aber selbst wenn es so gewesen wäre, ist der Vergleich Kopftuch/Davidstern völlig unpassend und darf einem Präsidenten vom Format Van der Bellens nicht passieren. Es im Nachhinein

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