RH kritisiert Denkmalamt

FEUILLETON | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

In seinem am Freitag vorgelegten Bericht übt der Rechnungshof (RH) massive Kritik am Bundesdenkmalamt (BDA). Einerseits geht es um überzogene Kosten für ein Computersystem, die sich von über vier auf über zehn Millionen Euro erhöht haben, andererseits fehlt laut RH in vielen Bereichen des BDA die notwendige Transparenz. Es gebe keine Ressourcenaufzeichnungen, deshalb habe das BDA auch keine Ahnung, wie hoch die Kosten für seine Tätigkeiten seien. Es fehle eine Stabsstelle für Qualitätsmanagement, eine Forschungsstrategie bezüglich Restauration und Konservierung von Denkmälern und Aufzeichnungen über den Einsatz von Personal -gleichzeitig seien aber für knapp eine Million Euro im Jahr 2014 bis zu 18 Leiharbeitskräfte beschäftigt gewesen und Werkverträge abgeschlossen worden. Auch die Vermittlungstätigkeiten wie "Tag des Denkmals" seien nicht evaluiert worden. Zudem sei es dem BDA in keinem Jahr gelungen, die vorgesehene Anzahl der unter Schutz zu stellenden Objekte zu erreichen. 2014 hätten es 523 sein sollen, tatsächlich unter Schutz gestellt wurden nur 176.


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