Jonathan Demme (1944-2017)

FEUILLETON | aus FALTER 18/17 vom 03.05.2017

Sein größter Erfolg war "The Silence of the Lambs", der 1992 mit fünf Oscars prämiert wurde und Hannibal the Cannibal zu einem Begriff der Populärkultur machte. Doch die Karriere des gebürtigen New Yorkers Jonathan Demme war weit vielfältiger. In den 1960ern lebte er als Musikjournalist in London, als der legendäre US-Filmer Roger Corman ihn als Publizisten und Drehbuchautor engagierte und ihm 1974/75 mit "Caged Heat" und Crazy Mama auch seine ersten Regiearbeiten ermöglichte. In den 1980ern machte sich Demme als Regisseur von Musikfilmen und Dramen mit liberalem Anspruch (der Aids-Film "Philadelphia" mit Tom Hanks) einen Namen, während seine größte Stärke eigentlich Komödien mit fabelhaften Frauenfiguren waren, etwa "Something Wild" mit Melanie Griffith. Das Geheimnis für einen anständigen Film laut Demme: Du hast ein gutes Buch, gute Schauspieler und versuchst es als Regisseur nicht zu vermasseln. Das letzte Mal schaffte er das 2004 mit dem Politkrimi "The Manchurian Candidate". Am 26. April ist Demme in New York einem Krebsleiden erlegen.


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