Kommentar Irmgard Griss

Wie Frau Griss dem Fernsehen eine Lektion erteilt hat


FLORIAN KLENK

MEINUNG, FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Irmgard Griss ist vor dieser Gerichtsshow mit Hohn und Spott bedacht worden. Eine ehemalige OGH-Präsidentin und gescheiterte Präsidentschaftskandidatin als Talkshow-Moderatorin des Privatsenders Puls4!? Das klang nach gesellschaftlichem Abstieg und Gier nach Rampenlicht, das Gegenteil von den Werten, für die die frühere Richterin bisher stand. Griss, so schien es, war ein weiteres Beispiel für eine Persönlichkeit, die sich dem Medienzirkus mit Haut und Haar auslieferte -aus Eitelkeit, denn auf ein Honorar verzichtete sie.

Was die Sache noch trauriger zu machen schien: Griss wird als Neos-Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl gehandelt. An ihrer Zugkraft entscheidet es sich vielleicht, ob die Neos im Nationalrat bleiben und möglicherweise eine Mehrheit jenseits von Schwarz-Blau ermöglichen.

Der Spott gegen die pensionierte Höchstrichterin war unberechtigt: Griss hat dem Fernsehen, aber auch dem ORF eine überraschende Lektion erteilt. Es ist möglich, dass Gegner 90 Minuten

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