Kulturtechnik Krendeln

Es ist nie zu spät, Kärntner Kasnudeln krendeln und lieben zu lernen

GERICHTSBERICHT: KATHARINA SEISER | STADTLEBEN ESSEN TRINKEN | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Früher kamen sie mit der Post. Per EMS. Ich war noch in der Volksschule in Oberösterreich, als Tante Erna, die Schwester meiner Oma, regelmäßig Bschoadbinkerln aus Feldkirchen schickte. Darin war ein frischer, aber stets zu trockener Reinling, den meine Oma in den Kaffee tunkte, harte Kärntner Würstel, um die ein Griss herrschte, und in Alufolie eingeschlagene, dicke Kärntner Nudeln. Kasnudeln immer, Kletzennudeln manchmal. Ich weiß noch genau, wie sie schmeckten. Der relativ feste Teig um die weiche, vom Topfen leicht säuerliche Fülle mit der deutlichen Minznote.

Noch lange nach dem Tod von Tante Erna bin ich nicht auf die Idee gekommen, Kasnudeln selbst zu machen. Sie werden in Kärnten selbst in der Mehrzahl ohne n gerufen und wie eine Staatsaffäre behandelt. Immerhin bin ich zu einem Achtel Kärntnerin und habe daher Mitspracherecht.

Letzten Herbst überrumpelte unser Freund Gregor mich und seine Kärntner Mama am vorletzten Tag meiner Reha in Villach. Ob wir nicht gemeinsam

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