Theater Kritiken

Sargnagel geht ja eh auch ohne Sargnagel


MP
Lexikon | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Wenn drei tolle Schauspielerinnen in "Ja, eh! - Beisl, Bier und Bachmannpreis" Stefanie Sargnagels mit einem ebensolchen gekrönten Text szenisch wiedergeben, vor -und in - dem altmodischen Einbaukasten, den sich die Autorin zwecks Normalität im Leben herbeiwünscht, dann beweist das: Ja, eh, Sargnagel geht (meistens) auch ohne Sargnagel und ihren Slang, ohne viel Wiener Grind. Der großartige Text kommt ausgezeichnet rüber, für seine nichtszenische Natur hat Regisseurin Christina Tscharyiski ein paar hübsche Lösungen gefunden. Als pures kommerzielles Kalkül entpuppt sich jedoch das Engagement von Voodoo Jürgens und seiner Band für die musikalischen Einlagen. Deren Stil passt so gar nicht zum Theater, das Miriam Fussenegger, Saskia Klar und Lena Kalisch aufbieten. Und Jürgens selbst als gaukelnder Zeremonienmeister: bitte nicht!

Rabenhof, Fr 20.00


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