"Das ist nicht zu schaffen"

Allein mit 50 Demenzkranken: Schuld an den Missständen in Pflegeheimen sind Personalknappheit und Überforderung


RECHERCHE: GERLINDE PÖLSLER
POLITIK | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Bewohner in Niederösterreich mit "Hämatomen unklaren Ursprungs", inkontinente Menschen in Tirol, die in ihrem Urin liegengelassen wurden. Alte Leute, die mit Medikamenten ruhiggestellt würden: Die Kommissionen der Volksanwaltschaft fanden in 125 Alten-und Pflegeheimen quer durch Österreich Erschreckendes vor. In einer steirischen Einrichtung, in der 35 Menschen mit psychiatrischer Diagnose leben, waren nachts bloß zwei Pfleger anwesend - für drei Geschoße. In neun Monaten kam es dort zu 80 Stürzen mit teils schweren Verletzungen. "Menschen im Rollstuhl werden die ganze Woche über nicht ins Freie gebracht", sagt Volksanwalt Günther Kräuter. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit jenen Fall, wo vier Pflegekräfte schwer dementen Pfleglingen Kot in den Mund gestopft haben sollen.

Der Bundesverband der Alten-und Pflegeheime wies "Verallgemeinerungen in aller Entschiedenheit zurück: Es ist niemandem geholfen, wenn die gesamte Pflegelandschaft wegen einzelner Negativbeispiele in Misskredit

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