Der alte Mann und das Steinerne Meer

Seit kurzem wohnt ein neuer Eremit in Saalfelden: ein Belgier, der als größter Marketingcoup seit Mozart in die Geschichte Salzburgs eingehen wird

BESUCH: VERENA RANDOLF | LANDLEBEN | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017


Foto: Matthias Röder / dpa / picturedesk.com

Ein Holzofen, zwei 20-Liter-Kanister mit Wasser, ein Tisch, ein Sessel. Ein Teller aus Email, ein bauchiges Kaffeehäferl mit Blumenmuster, ein kleiner Kochtopf, ein Schneidbrett mit scharfem Messer und ein gutes Dutzend Schnapsgläser, halb verborgen hinter einem Vorhang im Küchenunterschrank. Ein ein Meter dreiundneunzig großer Belgier, der sich bückt und den Vorhang zurechtrückt.

Was die spärliche Küchenausstattung vom Einsiedler erzählt: Er hat keinen Strom und kein fließend Wasser, den Jausenspeck schneidet er für sich allein, die Erdäpfel kocht er im Topf für nur eine Person, ebenso wie den Frühstückskaffee. Schnaps hingegen trinkt er gern in Gesellschaft. Enthaltsamkeit und Isolation sind Tugenden, die der Eremit nicht sonderlich hochhält. Muss aber nicht jeder wissen.

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