"Wie geht es Frauen in Österreich heute, und wie war das vor 20 Jahren?

Was hat sich seit dem Frauenvolksbegehren im Jahr 1997 zum Positiven geändert? Wie dringend brauchen wir ein neues Frauenvolksbegehren? Statistik-Austria-Chef Konrad Pesendorfer über alte und aktuelle Ungerechtigkeiten


INTERVIEW: NINA HORACZEK

POLITIK, FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Es war ein Riesenerfolg. Das Frauenvolksbegehren im Jahr 1997 wurde von 645.000 Österreicherinnen und Österreichern unterzeichnet. Allerdings: Von einer Gleichstellung von Mann und Frau sind wir immer noch weit entfernt. Deshalb riefen Aktivistinnen nun zum "Frauenvolksbegehren 2.0" auf. Statistik-Austria-Chef Konrad Pesendorfer über die Situation von Frauen in Österreich damals und heute.

Falter: Herr Pesendorfer, das letzte Frauenvolksbegehren ist vor 20 Jahren durchgeführt worden. Was hat sich seitdem getan?

Konrad Pesendorfer: Frauen konnten sich in den letzten Jahrzehnten ein deutlich höheres Bildungsniveau erarbeiten und haben es geschafft, Männer bei den akademischen Abschlüssen klar hinter sich zu lassen. Die Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben ist heute wesentlich stärker als vor 20 Jahren. Dennoch haben wir im europäischen Vergleich nach wie vor einen der höchsten Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Das hat vor allem damit zu tun, dass Frauen in Österreich

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