Wandern zwischen den Welten

Das Festival der jüdischen Kultur will junge Menschen ansprechen. Wie lebt es sich wirklich als jüdischer Twenty-Something in Wien?


BERICHT: ANNA GOLDENBERG
STADTLEBEN | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Wenn Shira Ehlers die elterliche Wohnung im achten Bezirk betrat, verließ sie Wien. "Ich hatte eine israelische Kindheit in Österreich", sagt die heute 26-Jährige. Mit ihrer Mutter, die in Israel aufwuchs, spricht sie Hebräisch; erwachsen wurde sie mit einer Sehnsucht nach dem Land im Nahen Osten: "Ich dachte immer, Wien ist nicht das Richtige. Ich bin anders als die Österreicher." Nachdem sie ihren Studienabschluss in Modedesign in der Tasche hatte, zog sie schließlich nach Israel. Dort fiel ihr auf, dass sie sich doch ziemlich österreichisch fühlt: "Ich bin einfach total fifty-fifty." Ihr fehlten die Freunde und die Familie, die Ordnung und Ruhe von Wien. Ein halbes Jahr später war sie wieder zurück. Sie hatte einen Illustrationskurs absolviert und eine wichtige Erkenntnis gewonnen: "Ich werde immer Heimweh haben."

Ehlers war zuvor schon viel gereist, durch Europa und nach Indien, und hatte fotografiert. Nun begann sie, diese Sehnsucht nach Ferne und Heimat künstlerisch zu verarbeiten,

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