7 Sachen, die Sie über die GRAZ-KÖFLACHER BAHN nicht wussten

STADTLEBEN | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Graz-Köflacher Bahn? Nie gehört. Die pendelt zwischen Graz und Köflach?

Irrtum. Der Schnellzug soll ab dem 10. Dezember täglich vier Mal zwischen Prag und Wien verkehren.

Was haben Wien und Prag mit Graz-Köflach zu tun?

Nur so viel, dass die Graz-Köflacher Bahn (GKB), die wie die ÖBB Staatseigentum ist, bei diesem Projekt des privaten tschechischen Fernbus-und Zugbetreibers Regiojet als österreichische Partnerin eingestiegen ist, um künftig die Strecke Wien-Prag zu bedienen.

Warum eigentlich?

Die Strecke wird doch eh von den ÖBB befahren. Das ist richtig. Aber das neue Angebot von Regiojet plant vier Preiskategorien: von sehr günstigen Restplätzen bis hin zu Business-Class-Tickets.

Machen sie damit nicht den ÖBB Konkurrenz?

Der eigentliche Plan ist, den Fernbussen die Fahrgäste abzugraben. Aber natürlich wird es auch für den bisherigen Marktbeherrscher, die ÖBB, ungemütlich, wenn ein neuer Anbieter auf den Markt drängt.

Was für Züge werden das sein?

Regiojet will alte ÖBB-Garnituren einsetzen. Die ÖBB haben sie vor einigen Jahren im Zuge der Umrüstung auf Railjets an die Tschechen verkauft.

Das heißt, die neue Linie wird mit ausgemusterten Zügen bestückt?

Ja, allerdings sollen sie nach einer Überholung in Sachen Komfort, Service und Infotainment alle Stückerln spielen.

Und was ist mit Graz?

Bei Erfolg soll die Schnellverbindung nach Graz verlängert werden.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige