Zeit am Schirm

TV-Kolumne


BIRGIT WITTSTOCK
MEDIEN | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

TV-Schauen im herkömmlichen Sinne tut man ja heutzutage kaum noch. Einzige Ausnahmen: gezieltes Herauspicken von Informationssendungen oder wahlloses Sich-berieseln-Lassen. Für Serien braucht man Netflix, Amazon Video oder Ähnliches, sonst wartet man eine halbe Dekade oder überhaupt vergeblich, um zu erfahren, wer Maura Pfefferman, Saul Goodman oder Piper Chapman sind. Apropos Piper Chapman: Zehn Folgen der neuen Staffel - also der fünften -von Orange Is the New Black schwirren ja nun seit Ende April im Netz herum. Angeblich hat ein Hackerkollektiv das Material einem Postproduktionsstudio geklaut, ehe die neue Staffel im Juni auf Netflix veröffentlicht werden sollte. Ups. Und angeblich wollten die Hacker Lösegeld erpressen. Wobei die magere Forderung nach 50 Bitcoins (etwa 60.000 Euro) eher an eine Werbeaktion für die Häfn-Serie denken lässt, als an einen Coup.

Wie geht es weiter mit OITNB? Serien-Mastermind Jenji Kohan hat auch bei der neuen Staffel ziemlich dreist bei OZ gefladert. Aber in Wahrheit war OITNB von Anfang an ein OZ für Mädchen.


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