Spätabends im Supermarkt,


BW
STADTLEBEN | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

draußen strömender Regen, nasse Menschen drängen herein, müde vom Arbeitstag. Viele Hände, die gleichzeitig nach Einkaufskörben greifen, um die letzten Semmeln in der Feinkosttheke ringen, sich nach den wenigen verbliebenen Milchpackungen mit spätem Ablaufdatum ausstrecken. Demonstrative Stoßseufzer, genervtes Augenrollen, Geschubse in den engen Gängen. Zwischen den Süßwaren und den Hygieneartikeln nimmt die aufgrund der Enge zum Gänsemarsch gezwungene Masse Fahrt auf. Die Zick-Zack-Kurve durch die Getränkeabteilung wird zur Schikane und die Warteschlange an der einzigen geöffneten Kassa zum Prellbock.

"Kassa bitte!"

Als ein junger Mitarbeiter endlich die zweite öffnet, hechten eine Dame mit mehreren Sektflaschen in den Armen und ein Herr mit Hut zum Fließband. Er rempelt sich vor.

"Ficken S'eana, Gnä' Frau!"

Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige