NOTIZEN AUS NORDKOREA

Monatelang habe ich diese Reise vorbereitet. Plötzlich hatte ich das Visum. Szenen aus einem isolierten totalitären Staat, der auf den atomaren Erstschlag besteht

TAGEBUCH: RAIMUND LÖW, PJÖNGJANG FOTOS: ALESSANDRO DETONI
POLITIK, FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Die Vorbereitung dieser Reise nimmt mehrere Monate in Anspruch. Im Herbst 2016 führe ich das erste Gespräch mit zwei Diplomaten der nordkoreanischen Botschaft im Café Landtmann. Ich lerne, dass ein nordkoreanisches Treffen immer bedeutet, dass man zwei Gegenüber hat. Ein System der internen Kontrolle, das individuelle Ausritte verhindern soll. Es gibt grundsätzlich grünes Licht für einen Besuch des ORF im isoliertesten Land der Welt. Aber der Weg dorthin ist noch weit.

Ich schicke eine Liste von Orten, die ich besuchen möchte. Eine Kaserne ist darunter, auf einem privaten Markt will ich erleben, wie die zaghaften Wirtschaftsreformen unter Kim Jong un aussehen. Auch der in ganz Asien bekannten nordkoreanischen Girlsband Moranbong hätte ich gerne bei Proben zugesehen.

Zweimal bin ich in den nächsten Monaten in die nordkoreanische Botschaft in Wien geladen. Es ist die größte Botschaft Nordkoreas in Europa. Botschafter Kim Kwang sop ist seit vielen Jahren in verschiedenen Staaten

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