Oh, là, là: Sebastian Kurz en marche

Der Außenminister positioniert sich als höflicherer Strache. Folgt ihm die ÖVP nicht, gründet er seine eigene Partei


KOMMENTAR: BARBARA TÓTH

MEINUNG, FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Viktor Orbán? Der ungarische Premier war ein Pionier in der Flüchtlingsfrage, weil er erkannte, dass man ohne Grenzzäune das Problem nicht in den Griff kriegt. Dafür müssen wir ihm dankbar sein. Die Flüchtlingsfrage? Es darf keine offenen Grenzen mehr geben. Die Westbalkanroute ist dicht, als Nächstes müssen wir die Mittelmeerroute schließen, den NGO-Wahnsinn beenden, am besten mit Lagern in Afrika. Integration? Heißt natürlich Integration durch Leistung. Dafür gibt es Deutsch-, Werte-und Orientierungskurse. Und überhaupt: "Hören wir auf mit der Trennung in Gut und Böse und der moralischen Überlegenheit!" Wir müssen die unbeschränkte Aufnahme einfach stoppen und dürfen Dinge nicht schönreden.

Der Mann, der so spricht, möchte Österreichs neuer Kanzler werden und heißt, auch wenn er ganz nach ihm klingt, nicht Heinz-Christian Strache, sondern Sebastian Kurz. Er hat sich in den letzten Wochen endgültig als die höfliche Alternative zum FPÖ-Chef positioniert. Ohne Aggression,

  774 Wörter       4 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige

Anzeige