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FLORIAN KLENK
WIR ÜBER UNS : INHALT | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Birgit Witt stock betritt die Schwelle von Nina Horaczeks Büro und sagt: "Hier riecht es nach Meerschweinchen."

In Wahrheit roch es nach irgendeinem chinesischen Schnellgericht, das sich Horaczek reinschaufelte, irgendwas mit Tofu. "Raus aus meinem Büro", sagte Horaczek dann, "ich habe keine Zeit für Scherze."

Horaczek sollte eigentlich im Bett liegen. Sie niest die ganze Zeit, und ihre Stimme ist kratzig. Doch investigative Journalistinnen können nicht einfach krankfeiern, wenn ein Whistleblower Dokumente auf den Tisch legt.

Und genau das passierte dieses Wochenende. Horaczek bekam ein paar Screenshots von einer geheimen Facebook-Gruppe der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft Jus. Führende Funktionäre ergötzen sich dort an Judenwitzen und Beleidigungen von Frauen und Behinderten. Weil die Studentenvertreter in ein paar Jahren zur Elite des Landes zählen, hat sich Horaczek die Sache näher angesehen (Seite 16 ff.). Die Affäre wird die ÖH-Wahlen am Juridicum wohl beeinflussen.

Ein besonderes Lesestück bieten wir Ihnen auf den Seiten 10 bis 14. ORF-China- Korrespondent und Falter-Kommentator Raimund Löw gelang es, nach Nordkorea zu reisen. Für den Falter schrieb er exklusiv ein Tagebuch. Alessandro De Toni fertigte die Fotos.

Eine feine Reportage lesen Sie auch im Stadtleben. Redakteur Lukas Matzinger besuchte die Boxlegende Hans Orsolics, Heribert Corn fotografierte den Mann, der durch sein "patschertes Leben" berühmt wurde.


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