Die vielen Gesichter des Austropop

Kein Grund für Spott und Hohn: Der Musikpreis Amadeus bildete den heimischen Pop heuer treffend ab


BEOBACHTUNG: GERHARD STÖGER

FEUILLETON, FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Da war diese Sängerin, die in einem Hauch von Nichts auf der Bühne stand und mit ihrer spektakulären Performance in drei Minuten vom braven Mädchen zum sexy Gör mutierte. Da war der Star des jungen Austropop, der dem Kollegen bei der Aftershowparty ein Glas Bier ins Gesicht schüttete, "Oida, wos redst du so deppad üba mi" keifend. Und dann war da der Rockstar, der sein Koks in einer dummerweise unversperrten Häuslkabine aus dem Bauchnabel der prominenten Schlagersängerin schnupfte.

Okay, keine diese Geschichten fand wirklich statt, die letztwöchige Verleihung des österreichischen Musikpreises Amadeus - erstmals nach langen Jahren im Privatfernsehen wieder im ORF ausgestrahlt -war auch in ihrer 17. Auflage frei von Skandalen. Fad war sie trotzdem nicht, und im Unterschied zu früher bot die Gala im Volkstheater trotz der einen oder anderen Fehlentscheidung, diverser Längen und teils biederer Dankesreden und allzu zahmer Gags weder Grund zum Ärger noch zum zynisch-resignativen

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