Der vereiste See des Schmerzes

Regisseur Volker Schlöndorff über seinen neuen Film, der von den Verletzungen einer alten Liebe handelt


FEATURE: MICHAEL OMASTA

FEUILLETON | aus FALTER 19/17 vom 10.05.2017

Das Ende", schreibt Max Frisch über seine Beziehung zu Ingeborg Bachmann, "haben wir nicht gut bestanden." Dasselbe sagt der Schriftsteller Max Zorn, der zu einer Buchpräsentation für ein paar Tage nach New York gekommen ist, über eine junge Frau, die er in der Erinnerung zur großen Liebe seines Lebens verklärt. 17 Jahre sind seither vergangen. Jetzt hat er sich's in den Kopf gesetzt, Rebecca wiederzusehen.

Max ist die Hauptfigur von Volker Schlöndorffs neuem Film "Rückkehr nach Montauk". Er ist ganz direkt, zur Gänze im Präsens erzählt. Und das, obwohl "das Eigentliche", den Worten seines Regisseurs zufolge, "ja schon in der Vergangenheit passiert ist".

Rückblenden, erklärt Schlöndorff im Gespräch, seien dennoch nie infrage gekommen. Für ihn entziehe sich das vermeintliche große Glück, wie es Max und Rebecca damals erlebten, der bildlichen Umsetzung: "Liebeskummer ist leichter darzustellen als Liebe selbst, das wusste schon Goethe als er 'Die Leiden des jungen Werther'

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