Beim Bio-Baumeister

Alle reden von Ökologie und Nachhaltigkeit, von Lehmbauweise und alternativen Dämmstoffen. Wie viel davon schafft es in die Welt von uns Normalos? Eine Recherche in Baustoffmärkten und in der Blauen Lagune

TEXT: WOJCIECH CZAJA ILLUSTRATION: BIANCA TSCHAIKNER | FAIR | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Es ist Samstagnachmittag. Der Hornbach-Baumarkt am Rande von Wien ist gut besucht. Fassadenfarben werden angemischt, Teppichböden von der Rolle geschnitten, Mörtelsäcke mit einem dumpfen Ruck auf die Einkaufswagen gehievt. An den meterhohen Lagerregalen sind, unterlegt mit knalligem Es-gibt-immer-waszu-tun-Orange, Hinweise auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu finden. Viele Produkte sind mit Gütesiegeln, Zertifikaten und "Blauen Engeln" ausgezeichnet. Doch wie viel Bio steckt in diesem Bio wirklich drin?

Der Autor übt sich heute als potenzieller Kunde und ist auf der Suche nach, sagen wir einmal, möglichen Dielen für seine nicht vorhandene 25-Quadratmeter-Terrasse. Herr K. ist hilfsbereit und weist den Interessenten in einem Crashkurs in die wichtigsten Detailfragen ein: "Wie viel wollen Sie ausgeben? Und was haben Sie sich ästhetisch eigentlich so vorgestellt?" Längst finden sich beim Hornbach nicht nur Fichte, Lärche und Thermo-Esche. Auch tropische Zuchthölzer wie

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige