Der aufopfernde Mäzen der Frankfurter Schule

Jeanette Erazo Heufelder dokumentiert erstmals, wie die Frankfurter Schule durch den linken Industriellen Felix Weil gerettet wurde

Rezension: Rudolf Walther | Politik | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Wer glaubt, Bescheid zu wissen über die Gründung und Finanzierung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung, sollte das Buch der Ethnologin und Dokumentarfilmerin Jeanette Erazo Heufelder lesen, um sich eines Besseren belehren zu lassen.

Die Autorin sortiert bekannte, weniger bekannte und neue Fakten zur "Wirtschaftsgeschichte der Frankfurter Schule" übersichtlich und bestens belegt. Sie liefert obendrein zahlreiche Mosaiksteine für Biografien der von Legenden umrankten Stifterpersonen Hermann Weil (1868-1927) und vor allem seines Sohnes Felix (1898-1975).

Der jüdische Kaufmann Hermann Weil emigrierte 1890 nach Argentinien und betätigte sich im lukrativen Getreideexportgeschäft. Die Firma, die er mit zwei Brüdern gründete, verfügte bald über 3000 Angestellte und 60 gecharterte Schiffe. Seinen 1890 geborenen Sohn ließ Weil katholisch taufen, aber als der neunjährige Felix zur Großmutter nach Frankfurt zurückkehrte und das dortige Goethe-Gymnasium absolvierte, wurde er "automatisch"

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