Es geht der Politik nicht um Respekt

Schon wieder wird Armin Wolf von einem ÖVP-Granden persönlich attackiert. Was hat er richtig gemacht?


Kommentar: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Reinhold Mitterlehner beging bei seinem Abgang ein Foul. Der Ex-ÖVP-Chef tat so, als sei "ZiB 2"-Moderator Armin Wolf für seinen Rücktritt mitverantwortlich. Ein satirisch eingesetztes Filmplakat in der "ZiB 2"-Anmoderation, das auf Mitterlehners CV-Verbindungsname "Django" anspielte und die Königsmörder aus dem Hinterhalt karikierte ("Django - Die Totengräber warten schon"), sei an Respektlosigkeit kaum zu überbieten gewesen, sagte der ÖVP-Chef (der sich selbst als Django inszenierte). Der Bericht habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Wolf bekam danach hunderte bösartige Hassmails und entschuldigte sich.

Der Vizekanzler ist der zweite ÖVP-Grande, der dem "ZiB"-Anchorman binnen weniger Wochen beim Abgang in die Achillesferse tritt. Kurz davor hatte der scheidende Landeshauptmann Erwin Pröll Wolf im News "gelenkten" Journalismus vorgeworfen. Und zwei ORF-Manager (der SPÖnahe Roland Brunhofer und der FPÖnahe Thomas Prantner) traten willfährig mit.

Es geht hier natürlich nicht

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