Garteln für eine bessere Stadt

Über Urban Gardening, das von der Geheimwaffe der Großstadtguerilla zum Werkzeug der Stadtent wicklung wurde. Und warum Wien darin eine Pionierstadt ist

ÜBERBLICK: BIRGIT WITTSTOCK FOTOS: HERIBERT CORN | FAIR | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Es sei das Gefühl, dass sich einstellt, wenn man mit nackten Füßen in warmer Erde steht: Friede. Der Ärger, der sich im Laufe des Tages ansammelt, weg, sobald man den Boden berührt, wachsen sieht, was man mit eigenen Händen gepflanzt hat. Seit rund sieben Jahren zieht das Ehepaar Kiracti hier, auf der 80-Quadratmeter-Parzelle eines Ackers in Siebenhirten, am südöstlichen Rande Wiens, Paradeiser, Fisolen, Melanzani, Paprika, Kraut, Lauch, Zwiebel, Broccoli und was der Boden sonst noch so hergibt. Jeden zweiten Tag kommen sie mit der U-Bahn vom Schöpfwerk angefahren. "Es macht Spaß, ist unser Hobby und die frische Luft gut für unsere Gesundheit", sagen die beiden. Ehe sie den Ganzjahresgarten mieteten, nutzten sie jahrelang Parzellen des anschließenden Selbsterntefeldes. Die Bewirtschaftung der Fläche ist für sie ein Klacks - die Felder der Familie in der Türkei messen immerhin mehr als das Hundertfache. Das Stückchen Erde am Wiener Stadtrand ist für die Kiractis, was es

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