Böses Erwachen im Garten Eden

Die Alien-Filme beschäftigten Generationen von Filmtheoretikern. "Alien: Covenant" zehrt zu sehr vom eigenen Mythos

Filmkritik: Michael Omasta | Feuilleton | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Viel mehr Plot, als auf einen Bierdeckel passt, gab es ja nie. "Alien" hatte von Anfang an das Flair eines B-Pictures: Ein paar Leute auf beschränktem Raum - statt eines finsteren Hauses mit knarzenden Dielen das Raumschiff Nostromo - werden Opfer unheimlicher Vorkommnisse. Denn ein schier unbezwingbares Alien ist mit an Bord, das scharf auf menschliche DNA ist.

Daraus wurde nicht nur der letzte große Blockbuster der 1970er, sondern ein populärkulturelles Phänomen, dem selbst feministische Filmmagazine ganze Sondernummern widmeten: Die weibliche Identifikationsfigur (Sigourney Weaver als Deckoffizier Ripley) und ein Bordcomputer, der auf den Namen "Mother" hört - oder am Ende auch nicht mehr hört -, befeuerten die Interpretationswut wie kaum ein anderer Film zu dieser Zeit.

Das war das Gute an Ridley Scotts "Alien" wie auch den deutlich schwächeren Sequels, dass er das Philosophieren dem Publikum überließ und auf Spannung im besten, hundertfach in Horrorfilmen bewährten Sinn des

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