Bring uns deine alten Klamotten!

Oder trag sie noch ein bisschen länger? Faires Kleiderrecycling? Wie Textilmultis umzudenken versuchen


TEXT: NATHALIE GROSSSCHÄDL

FAIR | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

im April seinen Nachhaltigkeitsbericht für 2016, wo der Moderiese seine Fortschritte auf dem Weg zum politisch korrekten Unternehmen der Öffentlichkeit vorführt und seine Recyclemode anpreist. Ist dieses ökologische und ethnische Engagement glaubhaft oder bloß eine Marketingstrategie?

Modeketten wie H&M produzieren in immer kürzerer Zeit immer mehr Kleidung. Früher gab es zwei Kollektionen im saisonalen Jahresrhythmus, der schwedische Modekonzern bringt mittlerweile 52 Kollektionen in seine Geschäfte. Dieses Businessmodell nennt sich Fast Fashion. Die Billigproduktion und der schnelle Modezyklus gehen zulasten von Arbeitern und des Planeten. Die Kleidungsstücke werden oft nur ein paar Mal getragen, weil sie gleich aus der Mode sind, sie einfach schnell kaputtgehen oder um Platz im Kasten für Neues zu schaffen. Kleidung hat mittlerweile die Wertschätzung von Wegwerfgeschirr.

Dieses Verhalten haben Textilfirmen ihren Käufern über die Jahre antrainiert. Wegwerfen und Neukaufen wird

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