Lieb Mütterlein, schön bescheiden sein!

Das Pensionssystem tut so, als würden sich Frauen und Männer gleich viel um Kinder und Alte kümmern. Eine Illusion - und am härtesten bestraft werden Mütter


Recherche: Gerlinde Pölsler
Politik | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Als Petra Lex, heute 49, ihr erstes Kind bekam, dachte sie: "Jetzt aber richtig. Mit allem Drum und Dran." Was damals, am Land nahe Graz, für sie hieß: Haus bauen, "Stein auf Stein". Vor allem aber: "Familienmanagerin sein." Sie kümmerte sich um die Kinder und alles zu Hause, beackerte den Gemüsegarten. "Mein Mann verdiente gut, und ich dachte: Ich mache meinen Job, er macht seinen, wir halten eh zusammen." Die medizinisch-technische Assistentin ging in Karenz und später Teilzeit arbeiten, machte eine Massageausbildung und wollte sich selbstständig machen, verschob aber den Plan, als das dritte Kind kam. Der Beruf geriet immer weiter in den Hintergrund. Ihr Mann dagegen stieg auf und war immer öfter tagelang weg. "Wir haben über unsere Aufteilung nicht einmal geredet", sagt sie heute und schüttelt ihren langen Zopf. "Ich war schon naiv. Dass es nicht ganz blöd wäre, mich ein bisschen abzusichern, ist mir nicht eingefallen." Bis ihr Mann sich anderweitig verliebte. Bei der Scheidung

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