Die Legende vom wichtigsten Tag

Die Hochzeitssaison beginnt, und schon lange wurde nicht mehr so viel geheiratet. Warum eigentlich? Und was tragen Bräute von heute?


Erklärung: Birgit Wittstock

Stadtleben | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017


Foto: Katharina Gossow

Es sind Plattitüden wie „bis dass der Tod euch scheidet“ oder „der wichtigste Moment im Leben einer Frau“, die aus einem Tag eine Legende machen und aus dem banalen rechtlichen Akt, der einst die wirtschaftliche Existenz von Familien und Dynastien sichern sollte, eine fast sakrale Angelegenheit: die Hochzeit.

Die sogenannte Generation X versuchte noch erfolglos, die Tradition ihrer Großeltern und Eltern zu dekonstruieren, indem sie sich abseitige Ersatzzeremonien zur Hochzeit schuf: Sie stürzten sich gemeinsam mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug oder unterschrieben in Jeans und T-Shirt die Heiratsurkunde, als handle es sich um den Kaufvertrag einer Ikea-Küche.

2001 erreichte die Zahl der Eheschließungen in Österreich den Nachkriegstiefpunkt von 34.213. Seither geht’s bergauf. Man glaubt wieder an die Institution Ehe.

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