Wieder gelesen

Bücher, entstaubt

Benjamin Breitegger | Politik | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Weg mit dem Wohlstandsballast!

Müssen wir immer mehr produzieren, immer mehr konsumieren? 40 Stunden lang arbeiten? Muss die Wirtschaft andauernd wachsen? Nein, sagt der Volkswirtschaftler Niko Paech. Das derzeitige System schade uns und der Umwelt. Das BIP: ein Maß für ökologische Zerstörung. Technische Lösungen, das sogenannte Grüne Wachstum, funktioniere nicht. Dass wir im Westen über unsere Verhältnisse leben, ist bekannt. Was also tun? Die Industrie zurückbauen, unseren Lebensstil ändern, schreibt Paech. Er skizziert ein neues Wirtschaftssystem und beschreibt mit Schlagworten, wie die Politik dieses unterstützen könnte: beispielsweise durch eine Finanztransaktionssteuer, Regionalwährungen, Genossenschaftsbanken, den ökologischen Fußabdruck auf Waren und Nachhaltigkeitsbildung als Pflichtfach in der Schule Paechs Fazit: Noch ist es nicht zu spät zum Umdenken. Die Gesellschaft müsse den Wandel leben, erst dann werde die Politik folgen.

Niko Paech: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. Oekom, 160 S., € 15,40


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