Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang (7)

Holzer am Markt: der Meidlinger Markt

Florian Holzer schaut sich Wiens Märkte ganz genau an. Sein Grätzel-Report wird zum Marktrundgang. Nächste Woche: der Viktor-Adler-Markt

Stadtleben | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Der Meidlinger Markt müsste ja eigentlich Chvosta-Markt heißen. Beziehungsweise Milchbart-Markt. Der Koch, Grafiker und Fotograf Christian Chvosta machte hier vor fünf Jahren aus einem verrotteten Kebabladen ein improvisiert wirkendes Lokal namens Milchbart, in dem man frisches, modernes, preiswertes und hübsch anzusehendes Essen bekam.

Und was zum Beispiel am Karmelitermarkt wahrscheinlich für einhelliges Déjà-vu-Gähnen sorgen würde, hatte am Meidlinger Markt eine neue Zeitrechnung zur Folge -die vor und nach Milchbart Geburt.

Vor Milchbart Geburt sah der Meidlinger Markt so aus: ein Nuran, ein Klima, ein paar Bauernstandeln, ein paar Tranklerhütten und eine riesige Problemstoffsammelstelle, die hinsichtlich Größe und Design - ein riesiges Metallmaul, in dessen Rachen ausgestopfte Vögel an Fäden baumeln - zweifellos zu den bemerkenswerten ihrer Art zählt.

Dieses kleine Lokal änderte alles. Die eh gar nicht so wenigen aufgeschlossenen Anrainer kamen her, weil es hier auf einmal

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