Der Spanner und sein Komplize

Gay Talese schrieb Bücher über die Mafia und Sex in den USA. Nun sorgt die Reporterlegende noch einmal für Aufregung

Rezension: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Frank Sinatra ist erkältet." Mit diesen Worten begann 1966 die Laufbahn von Gay Talese als Verfasser großer Reportagen. Der 1932 in Ocean City, Maryland, geborene Sohn italienischer Einwanderer wurde mit dem Text, für den er dem Sänger in einer schwierigen Phase von dessen Karriere über Wochen folgte, berühmt. Er war so gut, weil Talese präzise beobachtete und einen Blick fürs Wesentliche wie auch für die Details hatte. So wurde er zu einem wichtigen Vertreter des New Journalism. Dieser Reportagestil ist einerseits hoch subjektiv, beruht aber immer auf Fakten.

Nach Büchern über die Mafia, in deren inneren Kreis Talese vordrang ("Honour Thy Father"/"Ehre Deinen Vater", 1971), und über die Auswirkungen der sexuellen Revolution in den USA ("Thy Neighbour's Wife"/"Du sollst begehren", 1981) verfasste der stets makellos gekleidete Autor zuletzt vor allem Autobiografisches. Mit 85 will er es mit "Der Voyeur" aber noch einmal wissen.

Das Buch erzählt die Geschichte von Gerald Foos,

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