Wiener Festwochen Tipp

Hyperreality oder: Tanz die Veränderung!

GS | LEXIKON : VORTRÄGE : MUSIK | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

Bei den Wiener Festwochen ist heuer zwar nicht alles anders, aber doch vieles neu. Die als Festival im Festival konzipierte Reihe Hyperreality beispielsweise, die von 24. bis 27. Mai im Schloss Neugebäude stattfindet. Wobei man dieses "Neue" aber auch als Rückgriff auf alte Festwochen-Traditionen interpretieren könnte: die Öffnung gegenüber subkulturellen Strömungen, die Suche nach Innovation und Avantgarde im Pop. Hyperreality präsentiert eine global vernetzte Szene ohne Namen und ohne einheitlichen Sound. Song und Track lösen sich da ebenso auf wie sexuelle Identitäten oder Genregrenzen. Die Musik der hier präsentierten Acts ist meist elektronisch, oftmals wird sie ausschließlich über das Internet und nicht mehr auf Tonträger veröffentlicht, widerständige Politik spielt eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Es gehe an den vier Tagen im Schloss Neugebäude darum, "die zentrale Idee des Clubs als Ort zu erproben, an dem gesellschaftliche Zwänge und Mechanismen außer Kraft gesetzt werden und eine neue Gesellschaft erdacht werden kann", heißt es dazu im Festivalprogramm. "Die Füße sollen beim Festival for Club Culture ebenso wenig still stehen wie der Kopf."

Schloss Neugebäude, Mi, Do 21.00 (bis 27.5.)


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