Nach 44 Jahren lebendiger denn je: die Kooperative Longo Maï

FAIR | aus FALTER 20/17 vom 17.05.2017

25 junge Leute aus Frankreich, der Schweiz und Österreich zogen 1973 in die Provençe, kauften 300 Hektar verödetes Land und begannen eine Landkooperative aufzubauen. Es waren überzeugte Linke, Menschen, die entschlossen waren, nicht bloß von einer anderen Gesellschaft zu reden, sondern sie auch selbst aufzubauen und zu leben. Aus Österreich kamen Mitglieder der militanten Lehrlingsorganisation Spartakus, wie Willi Stelzhammer oder Michael Genner. Aus der Schweiz kamen Mitglieder der Schwesterorganisation Hydra. Eines der Hydra-Mitglieder hatte eine Erbschaft gemacht, die zum Grundkauf reichte.

Ein Franzose führte sie an, Roland Perrot vulgo Rémi. Er hatte als Deserteur Frankreich verlassen müssen, war 1968 nach Wien gekommen und zu Spartakus gestoßen. Er galt den einen als Sektenführer, den anderen als Guru, ohne den es die Kooperative nicht gegeben hätte. In anderen Zeiten, schrieb Michael Genner im Rückblick kritisch, wäre Rémi "ein Staatengründer geworden oder ein Religionsstifter".

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