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Feuilleton | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Positive Eigenschaften: lernbegierig, belesen Negative Eigenschaften: Gefahr, sich zu verzetteln

Esther Holland-Merten, Wuk Performing Arts

Zur Nachfolgerin der ans Tanzquartier berufenen Bettina Kogler hat das Werkstätten-und Kulturhaus Wuk die Dramaturgin Esther Holland-Merten ernannt. Sie wird ab Sommer das performative Programm des Hauses an der Währinger Straße kuratieren. 1977 geboren, studierte sie in Leipzig, Berlin und Paris, bevor sie als Dramaturgin an mehreren ostdeutschen Stadttheatern angestellt war, zuletzt in Leipzig. Aus familiären Gründen verschlug es sie 2016 nach Wien, wo sie als freie Dramaturgin tätig war, etwa bei der unkonventionellen Clemens-Setz-Adaption "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" im Werk X. Als Kern ihrer eigenen Arbeit nennt sie selbst die Lust am Experiment und das Vertrauen in das Unbekannte. Zu ihren konkreten Plänen für die Performanceschiene des Wuk ist noch nichts bekannt, "aber es ist mir ein Anliegen, performative Kunst für die Stadt, aus der Stadt heraus, aber auch immer im internationalen Kontext zu gestalten". Für das Wuk ist also künftig mit Programm zu rechnen, das unter die Oberfläche zwingt, um dann eine faszinierende Unterwasserwelt zu entfalten.

Welches Sternzeichen haben Sie wirklich?

Das wüsste ich auch gern.

Ihr kulturelles Highlight 2016?

Die Eröffnungsrede des Autors Lukas Bärfuss, Europäisches Forum Alpbach.

Frank Castorf oder Chris Dercon?

Ich finde die Regisseurin Claudia Bauer interessant. Die "großen Männer der Kunst" hochzustilisieren, weniger.

Udo Jürgens oder Voodoo Jürgens?

Voodoo Jürgens. Morbider Charme, großartige Texte, die ich als neue Wienerin erst beim dritten Mal verstehe.


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