Evas Erbe

Eva Glawischnig hinterlässt eine auf dem Papier erfolgreiche Partei, die sich nun völlig neu aufstellen muss

BERICHT: FLORIAN KLENK, BARBARA TÓTH | Politik | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Danach ging sie Arm in Arm mit ihrem Mann über den Ring, wie befreit. Ihre Pressesprecherin strich ihr ein letztes Mal die Haarsträhne aus dem Gesicht, damit sie auch im Moment ihres Abgangs so makellos aussah wie auf fast allen Fotos, die von ihr als Politikerin in den letzten zehn Jahren ihrer Karriere geschossen worden waren. Eva Glawischnig hat Schluss mit der Politik gemacht. Am Donnerstag letzte Woche hatte sie im Medienzentrum des Parlaments noch einmal die Eitelkeit und Selbstbezogenheit im Geschäft angeprangert, vor der Sehnsucht nach dem starken Mann und dem Hass im Netz gewarnt, der Frauen mehr trifft als Männer.

Sie hatte offen angesprochen, dass ihr Körper ihr unmissverständlich signalisiert habe, dass es Zeit sei kürzerzutreten und dass sie jetzt mehr für ihre Familie da sein wolle. Sie wirkte so politisch und ehrlich zugleich wie schon lange nicht, und einen kurzen Augenblick hielt das politische Tagesgeschäft inne, um ihr respektvoll zu applaudieren.

Dann lief die

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